(CETINJE), Am 24. August segnete Metropolit Amfilohije (Radovic) von Montenegro den Grundstein für die Kirche der Hl. Paraskeve in Ceranjska Reka bei Ibarska Slatina im Kosovo-Metohija. Früher befand sich dort auch eine alte, der gleichen Heiligen gewidmete Kirche aus dem 13.-14. Jh. Der Bauausschuss hofft auf die Vollendung des Baus innerhalb von einem Jahr. Metropolit Amfilohije von Montenegro wirkt derzeit als Administrator der Diözese Raszien-Prizren und Kosovo-Metohija.
Die Hl. Paraskeve, oder Petka, wie ihr Name im Serbischen lautet, entstammte einer slawischen Familie aus Thrakien und wurde im 11. Jh. in der Stadt Epivat geboren. Nach dem Tod ihrer Eltern hat sie ihren ganzen Besitz unter den Armen verteilt und sich dem Leben in der Kirche gewidmet. Nach ihrem Tod kümmerten sich viele christliche Herrscher der Region darum, dass ihre Reliquien nicht in die Hände der Osmanen fallen. Lange befanden sie sich in Tarnovo in Bulgarien. Eine Zeit lang wurden sie auch in der Belgrader Festung aufbewahrt: Dafür setzte sich Fürstin Milica, die Witwe des in der Schlacht von Amselfeld-Kosovo (1389) gefallenen serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanovic ein. Von dort beschlagnahmten die Osmanen nach dem Fall Belgrads die Reliquien und überführten sie nach Istanbul. Ein moldawischer Herrscher erwirkte jedoch die Übergabe der Reliquien, die im 17. Jh. nach Iasi im heutigen Rumänien überführt wurden. Dort befinden sie sich auch heute noch. Neben der Hl. Paraskeve aus dem 11. Jh. werden in der Orthodoxen Kirche aus die Hl. Paraskeve von Rom (2. Jh.), die Hl. Paraskeve von Ikonion (3. Jh.) und die Hl. Paraskeve (1. Jh.), die Schwester der Hl. Photini der Samariterin, verehrt.
Serbien Freitag, 03. September 2010



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